10.01.2023

Ein Interview mit Isabell Rieken

Isabell Rieken besteht die Zusatzqualifikation zur Europakauffrau.

„Worum geht es genau bei der Weiterbildung zur Europakauffrau?“

Es geht um eine einjährige Weiterbildungsmaßnahme für Auszubildende in kaufmännisch-verwaltenden Ausbildungsberufen. Man sammelt Kenntnisse über das In- und Ausland rund um Europa. Somit lernen die Teilnehmer, unter Beachtung rechtlicher Rahmenbedingungen, ausländische Märkte zu erschließen.

„Wie bist Du darauf gekommen, diese Zusatzqualifikation zu machen?“

In der Schule habe ich das erste Mal davon gehört. Die Qualifikation wurde dann von der IHK aus angeboten. Ich wollte meine Sprachkenntnisse erweitern und habe mich in dem Zusammenhang dafür interessiert, mich zusätzlich in dem Bereich zu qualifizieren.

„Welche Inhalte wurden Euch denn vermittelt, wenn Du sagst, Du wolltest Deine Sprachkenntnisse erweitern?“

Zum einen erwarben wir gezielte Sprachkenntnisse in Englisch und Spanisch, zum anderen lernten wir aber auch über exportbezogenes Fachwissen und Landeskunde. Thematisiert wurden darunter zum Beispiel die Lieferbedingungen im Ausland oder die Währungskurse. Wir beschäftigten uns auch mit der Marktforschung im Ausland.

„Welche Prüfungen musstest Du absolvieren, um das Zertifikat zu erhalten?“

Um Europakauffrau zu werden, musste ich mehrere Prüfungen ablegen. Ich hatte zwei Sprachprüfungen, eine in Englisch und eine in Spanisch. Außerdem haben wir verschiedene europäische Computerführerscheine (ECDL) abgeschlossen. Weiterhin haben wir je eine schriftliche Abschlussprüfung über Außenhandel und eine über internationales Marketing abgelegt. Bestandteil des Zertifikats war außerdem, dass wir ein dreiwöchiges Praktikum im Ausland verbringen.

„Wo hast Du denn Dein Praktikum verbracht?“

Ich habe mein Praktikum bei Korint in Winterswijk, in den Niederlanden abgeschlossen. Der zentrale Punkt der Arbeit von Korint ist die Vermittlung von Fachpersonal an Kliniken und medizinischen Einrichtungen im In- und Ausland.

„Was waren Deine Aufgaben als Praktikantin im Unternehmen und wie sah der Alltag aus?“

Ich habe mich vor allem um die Instagram-Seite gekümmert. Zudem habe ich Stellenanzeigen erstellt. Insgesamt durfte ich sehr eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten. Das Team war klein, wodurch die Atmosphäre immer sehr familiär war. Generell war es immer sehr entspannt bei der Arbeit und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt.

„Wem würdest Du schlussendlich empfehlen, diese Zusatzausbildung zu machen?“

Da die Zusatzqualifikation parallel zur Ausbildung läuft, würde ich sie Personen empfehlen, die viel Motivation haben, Neues zu lernen. Sie sollten sich bewusst sein, dass sie viel Eigenverantwortung und Ehrgeiz mitbringen müssen. Man hat nämlich nicht mehr nur den Berufsschulunterricht und die Arbeit, sondern noch zwei zusätzliche Abende, an denen man zur Schule geht und sich auf die Prüfungen vorbereitet. Sie nimmt dadurch also sehr viel Zeit in Anspruch.
Trotzdem ist es eine tolle Sache, da man viele neue Erfahrungen sammelt und neue Perspektiven über die Arbeitswelt kennenlernt.

„Wir bedanken uns für dieses aufschlussreiche Interview mit Dir und wünschen herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Weiterbildung.“

Anna-Lina Kuhn

 

 

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